Foto: Anika Krickl

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Unser Licht für Menschlichkeit – Mahnwache in Gedenken der Opfer beim CSD Berlin

Der 25. Juli hat die queere Community tief erschüttert. Als am Samstag auf dem Berliner CSD (Christopher Street Day) tausende Menschen für Vielfalt und Gleichberechtigung auf die Straße gegangen sind, hätte niemand ahnen können, dass dieser Tag so endet.

Was als friedlicher Protest begann, wurde durch einen gezielten Angriff, bei dem eine Person starb und eine Vielzahl verletzt wurde, jäh beendet. Die Tat macht fassungslos, traurig und wütend.

Queere Personen, die häufig im Alltag diskriminiert werden oder in Sorge um ihre Sicherheit sind, haben nun umso mehr Angst.

Die Sicherheit von sexuellen und geschlechtlichen Minderheiten sicherzustellen, sei die Verantwortung der ganzen Gesellschaft, so Julia Goschenhofer. Die Vorsitzende von Queer im Oberland e.V. dazu weiter: „Effektiver Polizeischutz ist wichtig, wir müssen Ausgrenzung und Hasskriminalität jedoch schon im Entstehen bekämpfen. Die feindselige Stimmung in unserer Gesellschaft geht uns alle an – wer Queerfeindlichkeit als ein importiertes Problem darstellt, macht es sich zu einfach.“

Anna, Mitglied des Vereins Queer im Oberland e.V., war ebenfalls überwältigt von der Nachricht. Sie und einige andere waren zeitgleich beim CSD in Innsbruck und demonstrierten dort für die Anerkennung ihrer Rechte.

Dieser Schock musste erst einmal verarbeitet werden, doch es stand fest, die Community hält zusammen! Um diesen Zusammenhalt und unsere Solidarität zu demonstrieren, wollen wir gemeinsam unser Licht für Menschlichkeit zeigen.  

Als Zusammenschluss von Queer im Oberland e.V. und der Wir&Queer Beratungsstelle von Condrobs ist deshalb eine Mahnwache für Dienstag, den 4. August 2026, um 19 Uhr auf dem Michael-Ende-Platz (vor der Spielbank) geplant.

Gemeinsam soll dort Raum gegeben werden zum Trauern, für Gemeinschaft und als klares und friedliches Zeichen gegen Gewalt und Hass.

Außerdem soll zusammen ein Banner gestaltet werden, das anschließend im Gedenken an alle Opfer von queerfeindlicher Gewalt am Richard-Strauß-Platz ausgelegt werden soll.

Gerne können Blumen, Kerzen und Prideflaggen mitgebracht werden.